Verrücktes Wochenende für die Black Hawks – Sensationelle Aufholjagd in Memmingen

Die Passau Black Hawks blicken auf ein verrücktes Wochenende zurück. Am Freitag setzte es im Heimspiel gegen den EV Lindau eine bittere und unnötige 3:4 Niederlage. Trotz einer 2:0 und 3:2 Führung, brachten die Jungs von Coach Ales Kreuzer am Ende den Sieg nicht über die Ziellinie. Ein Lindauer Doppelschlag innerhalb von einer Minute besiegelte die Passauer Niederlage. „Wir haben alles gegeben und hätten mindestens einen Punkt verdient gehabt“ so das nüchterne Fazit von Trainer Ales Kreuzer. Zu beklagen hatten die Black Hawks auch noch den nächsten verletzten Spieler: Daniel Willascheck musste nach einem Zweikampf vorzeitig in die Kabine.

 

Am Sonntag reisten die Black Hawks - ohne zwölf verletzte Spieler - zum Auswärtsspiel nach Memmingen. Dort kamen die Habichte gleich gut in die Partie und gingen in der dritten Minute in Führung. Der Treffer der Habichte war auch gleichzeitig der Weckruf für die Gastgeber. Trotz der guten Leistung  der Passau Black Hawks drehten die Indians die Partie noch vor der Drittelpause auf 2:1. Das Mitteldrittel war aus Sicht der Black Hawks, ein Drittel zum Vergessen. Die Memminger Indians wurden förmlich zum torschiessen eingeladen. So stand nach 40 Spielminuten eine deutliche 6:1 Führung für die Hausherren auf der Anzeigetafel. „Einfache Sachen machen und kein Risiko eingehen“ war die Vorgabe von Ales Kreuzer für das letzte Drittel. Und genau das beherzigten die Black Hawks! Einfaches Eishockey, jeden Zweikampf zu Ende fahren und für einander kämpfen. Liam Blackburn läutete die Aufholjagd mit seinem Tor zum 6:2 in der 45. Spielminute ein. Blackburn sollte im Schlussabschnitt noch zwei weitere Tore (6:3/ 6:6) erzielen. Dazu kommen die Tore von Michael Franz, Dominik Schindlbeck sowie der Game-Winner von Jan Kana zum 6:7 Endstand. Die Passau Black Hawks haben eine verloren geglaubte Partie eindrucksvoll gedreht und die Punkte aus Memmingen entführt. „Der Glaube an Platz 10 ist natürlich nach wie vor da! Wir müssen aus diesem letzten Drittel in Memmingen jetzt ganz viel in die nächsten Spiele mitnehmen“. so Trainer Ales Kreuzer auf der Pressekonferenz nach dem Spiel. „So schlecht wir im zweiten Drittel gespielt haben, so gut haben wir im dritten Drittel gespielt“, so Christian Zessack, sportlicher Leiter der Passau Black Hawks. Angesprochen auf dieses verrückte Spiel fiel die Antwort dann kurz und knapp aus: „Unglaublich! Brutal! Wahnsinn!“

 

Auf diese Leistung wollen die Passau Black Hawks in den nächsten Spielen aufbauen. Die nächsten Gegner sind der SC Riessersee (Freitag, 12.02.21) und die Blue Devils Weiden (Sonntag, 14.02.21). -czo