Black Hawks überzeugen gegen Hassfurt

Im Duell der Raubvögel haben die Passau Black Hawks von Beginn an das Heft in die Hand genommen und Druck auf das von Joshua Platten gehütete Gästetor gemacht. Doch in den ersten zehn Minuten des Spiels konnten die Habichte keine ihrer zahlreichen Chancen nutzen. In der dritten Minute hatte sich Jürgen Lederer schon erfolgreich gegen zwei Verteidiger durchgesetzt, den Querpass konnte Jakopic aber nicht verwerten.

Wenig später wurde Stefan Friedl gleich zweimal in aussichtsreicher Position gerade noch abgedrängt. Auch Daniel Huber, der trotz Muskelquetschung spielen konnte, scheiterte an dem gut aufgelegten Gästetorhüter. Auch im ersten Powerplay des Abends fand der Puck nicht den Weg ins gegnerische Tor. Zu allem Überfluss war es der erste richtige Hassfurter Angriff, der die Gäste dann völlig überraschend in Führung brachte. Christian Hamberger im Hawks-Tor ließ den Puck am Tor vorbei, den Rebound schob Marx dann zum 0:1 ein. Der neue Passauer Kapitän, Matthias Pilz, nahm seine neue Verantwortung wahr und erzielte wenig später durch die Schoner von Platter den hochverdienten Ausgleich. Nur einmal war das Tor der Passauer in diesem Drittel noch in Gefahr als Hannes Eller durchgebrochen war. Doch gleich zwei Passauer Verteidiger liefen ihn ab und verhinderten den Torschuss. Kurz vor Ende des ersten Abschnitts brachte ein Alleingang von Rok Jakopic doch noch die Führung für die Black Hawks.

Zu Beginn des zweiten Drittels, Passau war noch in Überzahl, war es erneut Pilz, der mit einem Schlagschuss bei ablaufender Strafe den Gästekeeper überwinden konnte. Mit dem Treffer zogen die Hassfurter Falken die nächste Strafe und auch diesmal nutzte Passau die Überzahl. Nicolas´Ackermanns Pass vor das Tor versprang und Platter wurde auf dem falschen Fuss erwischt. Eine Strafe gegen Adrian Geiss kehrte dann das numerische Verhältnis um. Doch durch einen mustergültigen Konter von Waldemar Detterer bauten die Gastgeber ihre Führung auf 5:1 aus. Zu der noch laufenden Strafe von Geiss gesellte sich dann aber noch Sebastian Heßlinger und in doppelter Überzahl verkürzte Eugen Nold auf 5:2. Nold war es auch, der im 5:4 mit einem satten Schlagschuss weiter verkürzte. Passaus Coach Sebastiano LoCastro nahm daraufhin seine Auszeit um wieder Ruhe in die Mannschaft zu bringen. Die nahm sich die Worte des Trainers zu Herzen und erspielte sich in der Folge wieder hochkarätige Chancen. Die schwindenden Kräfte, der nur mit zwölf Feldspielern angetretenen Gäste, ermöglichten nun flüssige Kombinationen für die Passauer Kufencracks. So war das 6:3 ein schön herausgespieltes Powerplaytor von Jakopic. Auch das 7:3 war sehenswert als Tim Hirtreiter den Puck gegen die Laufrichtung des Goalies auf Detterer zurücklegte und dieser nur noch einnetzen musste. Dies war die Phase mit der auch der Trainer richtig zufrieden war: „Heute hat vor allem das Powerplay so geklappt wie ich mir das vorstelle. Seit Wochen arbeiten wir daran, diese Spielzüge zu studieren und zu trainieren. Umso schöner, wenn sie dann so klappen. Wichtig waren heute die drei Punkte, weil wir dadurch wieder an Sicherheit gewinnen.“

Im letzten Drittel ließen die Black Hawks nichts mehr anbrennen und zeigten weiter schönes Kombinationseishockey. Beim 8:3 konnten sich Jakopic und Lederer fast unbedrängt zweimal den Puck vor Platten quer zupassen ehe Lederer einnetzte. Das 9:3 wurde von Daniel Huber mit einem Pass von hinter dem Tor direkt auf den Schläger von Jakopic eingeleitet. Mit einem weiteren Schlagschusstor krönte Matthias Pilz seine Leistung als Kapitänsvertretung von Andi Popp. Den Schlusspunkt setzte dann Maximilian Helling, der im Rückwärtsfallen den Puck noch zum 11:3 ins Tor brachte. Die letzten neun Minuten durfte dann im Passauer Tor noch Ersatzgoalie Michael Henghuber Eiszeit sammeln. Mit zwei tollen Paraden hielt er seinen Kasten in den Schlussminuten sauber und gönnte den anderen Hawks damit nicht einmal mehr einen weiteren Treffer. Frenetisch wurde die Mannschaft von den Fans gefeiert. Mit dem Sieg steht Passau zwar nach wie vor auf Rang 6 in der Landesliga Nord/Ost, doch so hält man zumindest den direkten Kontakt zur Spitzengruppe. Das Landkreisderby gegen die Vilshofener Wölfe am 2. Weihnachtsfeiertag wird so auch zum Duell zweier Spitzenmannschaften.

Statistik:
EHF Passau Black Hawks – ESC Hassfurt 11:3 (2:1/5:2/4:0)
Tore:0:1 Marx (Nold) 10:05; 1:1 Matthias Pilz (Hirtreiter) 12:39; 2:1 Rok Jakopic (Ackermann, Kapzan) 17:53; 3:1 Pilz (Detterer) 21:34 PP+1; 4:1 Nicolas Ackermann (Lederer, Kapzan) 23:31 PP+1; 5:1 Waldemar Detterer (Hirtreiter, Persch) 25:02 PP-1; 5:2 Nold (Stelcich) 26:23 PP+2; 5:3 Nold (Zösch) 27:45 PP+1; 6:3 Jakopic (Ackermann) 33:37 PP+1; 7:3 Detterer (Persch, Hirtreiter) 35:04; 8:3 Jürgen Lederer (Jakopic) 41:14; 9:3 Jakopic (Huber) 42:19; 10:3 Pilz (Detterer) 43:58; 11:3 Maximilian Helling (Detterer, Persch) 46:07
Strafen:EHF Passau Black Hawks 8, EC Hassfurt 14

Zuschauer:404




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