Zwei Doppelschläge entscheiden Topspiel

Das Topspiel in der Eishockeylandesliga wurde über weite Strecken seinem Nimbus gerecht. In den entscheidenden Phasen war die Erfahrung und Kaltschnäuzigkeit der Schweinfurter Gäste entscheidend für vier Treffer und den damit klaren Sieg der Unterfranken.

Von Beginn an setzten die Gäste die Passau Black Hawks auch im eigenen Drittel unter Druck. Allerdings stand die Verteidigung gut und die wenigen Schüsse konnte Christian Hamberger problemlos entschärfen. Die größte Chance hatte in der Anfangsphase deshalb auch Passaus Oli Ferstl, der mit seinem Konter aber an Timo Jung scheiterte. Die Mannschaft um Andi Popp war von dem aggressiven Körperspiel sichtlich beeindruckt und brauchte bis zur 7. Minute ehe sie sich aus der Umklammerung lösen konnten. Dann machten die Habichte richtig Druck, aber einmal scheiterte Daniel Huber aus aussichtsreicher Position an Jung und wenig später traf er nur das Außennetz. Kurz danach sorgte der Stürmer dann selbst für die erste Passauer Unterzahl. Eine Strafe gegen die Gäste egalisierte diesen Vorteil aber wenig später. Den freigewordenen Raum nutzten die Mighty Dogs, die von rund 50 mitgereisten Fans unterstützt wurden, zur Führung. Ein schneller Pass in die Mitte und Geuder besorgte das 1:0. Passau in den Folgeminuten klar besser und drängte auf den Ausgleich. Im Powerplay ein schöner Schlagschuss von Dominik Persch wurde von Jung aber genauso festgehalten, wie wenig später ein Schuss von Waldemar Detterer. Auch im nächsten Überzahlspiel lief der Puck eigentlich schön durch die Passauer Reihen, doch vor dem Tor blieb die Chance ungenutzt. Da zeigte sich der Ex-Oberligist effektiver in der Chancenverwertung. Aus der Halbdistanz traf Lang in der 18. Minute fast unbedrängt direkt in den Winkel und im Powerplay erhöhte Kleider mit einem Schlagschuss von der Blauen noch vor der ersten Pause auf 3:0. Nach der Pause, Coach Lo Castro hatte wieder ein paar Änderungen vorgenommen, nahmen die Black Hawks das Körperspiel besser an und es entwickelte sich ein hochklassiges Spiel. Die Gäste hatten die erste gute Möglichkeit mit einem Konter in der 24. Minute, der Abschluss von Geuder ging aber knapp über das Gehäuse. Wenig später hatte Daniel Huber den Anschlusstreffer auf dem Schläger, scheiterte aber erneut an Jung. Auf der Gegenseite musste sich auch Goalie Christian Hamberger zweimal gegen Funk und Amrhein auszeichnen. Mitte des Drittels wurde das Spiel hitziger und Oli Ferstl blieb im Faustkampf Sieger gegen Rückkehrer Funk, was aber beiden entsprechende Strafen einbrachte. Der nun offene Schlagabtausch ging weiter und beide Goalies standen wiederholt im Mittelpunkt. In Überzahl wurde Jung mit Schüssen eingedeckt und konnte nur noch nach vorne abprallen lassen. Das nutzte Stefan Friedl und zimmerte den Puck zum Anschlusstreffer in die Maschen. Doch die Freude währte nicht lange. Wenig später lenkte Gästekontingentstürmer Jan Silvka den Puck durch die Schoner von Christian Hamberger und stellte so den alten Abstand wieder her. So ging es dann in die zweite Pause.

Im Schlussabschnitt zeigten die Black Hawks Moral und stemmten sich mit aller Macht gegen die drohende Niederlage. Mit dem wachsenden Druck ergaben sich auch Chancen für Passau. In der 45. Minute brachte Kapitän Andi Popp mit einem Treffer über die Schulter von Jung zurück ins Spiel. Die Chancen auf den Anschlusstreffer von Lederer und Hirtreiter vereitelte der Goalie der Dogs aber wieder bravourös. Mit einem Doppelschlag in der 48. Minute machten die Unterfranken dann alles klar. Bendel und Geuder sorgten innerhalb von 40 Sekunden für die endgültige Entscheidung. Eine anschließende doppelte Unterzahl über volle zwei Minuten raubte den Black Hawks dann auch jegliche Hoffnung auf ein Comeback in diesem Spiel. Dennoch war Coach Sebastiano LoCastro nach dem Spiel nicht ganz unzufrieden mit seiner Mannschaft: „Man darf gerade in solchen Spielen nicht vergessen, dass ein Großteil der Mannschaft eigentlich noch im Juniorenalter ist. Speziell in der Verteidigung fehlt dann manchmal auch die Erfahrung. Das ist auch bei Christian Hamberger noch so, dass ihm in solch engen Spielen die Kontinuität fehlt. Trotzdem hat sich die Mannschaft heute teuer verkauft und gutes Eishockey und Kampfgeist gezeigt. Wenn wir am Ende mit diesem Team unter die ersten Vier kommen, so ist das ein riesen Erfolg. Wir werden konzentriert weiter arbeiten und uns auf die kommenden Aufgaben vorbereiten.“ Mit Hassfurt kommt bereits am nächsten Sonntag der nächste schwere Gegner in die Eisarena.  

Statistik:
EHF Passau Black Hawks – ERV Schweinfurt 2:6 (0:3/1:1/1:2)
Tore: 0:1 Geuder () 11:08; 0:2 Lang (Weyer) 17:04; 0:3 Kleider (Funk, Geuder) 18:57 PP+1; 1:3 Stefan Friedl (Jakopic) 34:04; 1:4 Silvka (Funk) PP+1 36:42; 2:4 Andreas Popp (Huber) 44:35 PP+1; 2:5 Bendel () 47:18; 2:6 Geuder (Schäfer) 47:59;
Strafen: EHF Passau Black Hawks 2, ERV Schweinfurt: 16

Zuschauer: 711

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