Wölfe entführen 2 Punkte aus der Eisarena

Eine prall gefüllte Passauer Eisarena bildete am Sonntagabend eine grandiose Kulisse für das Nachbarderby der Black Hawks gegen die Vilshofener Wölfe. Und die 1200 Zuschauer sollten an diesem Abend ein emotionales und spannendes Eishockeymatch erleben.

Die Passau Black Hawks machten von Beginn an Druck und kamen in der 2.Minute durch Tobi Artmeier zur ersten guten Möglichkeit. Doch Wölfegoalie Alexander Krenn war auf dem Posten und entschärfte den Schuss. Auf der Gegenseite dauerte es etwas bis sich die Wölfe aus der Anfangsoffensive der Gastgeber befreien konnten. Erst in der vierten Minute wurde Christoph Zawatsky erstmals geprüft und warf sich geistesgegenwärtig auf den Puck. In der Folge bauten die Habichte immer wieder Druck auf und setzten sich im gegnerischen Drittel fest. Aber das Tor wollte nicht fallen. Clever verteidigten die Wölfe die Räume und wenn doch ein Schuss in Richtung des Tors kam, dann war Krenn zur Stelle. Allerdings hatte der ESC in dieser Phase auch Glück, dass einige Fouls gegen sie nicht geahndet wurden. So auch in der 11. Minute als nach einem Foul von Vilshofens Zillinger auch Passaus Persch auf die Strafbank geschickt wurde. Die Black Hawks bestimmten klar das Geschehen, konnten sich aber nur wenige Chancen erarbeiten. In der 17. Minute warteten eigentlich alle auf den fälligen Pfiff für ein Stockfoul an Adrian Geiss, aber der blieb aus. Im Gegenzug war es dann Markus Simbeck, der bei gut an der blauen Linie angespielt wurde und dann allein auf Zawatsky zulief. Diese Chance ließ sich der Routinier nicht entgehen und brachte die Wölfe in Führung. Knapp zwei Minuten vor der ersten Pause dann die erste Überzahlmöglichkeit für die Black Hawks. Doch wieder fanden die Gastgeber kein Mittel um die Vilshofener Verteidigung zu überwinden.

Auch im zweiten Drittel zeichnete sich ein ähnliches Bild ab. Passau stürmte und Vilshofen verteidigte und beschränkte sich auf gefährliche Konter. So hatte erneut Markus Simbeck in der 26. Minute die klarste Möglichkeit, doch der Puck ging rechts am Tor vorbei. Wenig später scheiterte Kapitän Vladimir Gomov gleich zweimal in Folge nur am Torhüter. Die Angriffsbemühungen der Hawks wurden erst in der 29. Minute belohnt. Waldemar Detterer setzte sich an der blauen Linie gut durch und Youngster Sebastian Heßlinger machte den wichtigen Ausgleichstreffer. Jetzt schien die Wölfeabwehr zu schwimmen und Passau setzte nach. Rund zwei Minuten später legte Andi Popp den Puck schön quer und Dominik Persch zimmerte ihn in die Maschen. Die Freude im Passauer Block sollte aber nicht lange halten. 71 Sekunden später kam Manuel Bayer bei einem strittigen Wechsel von der Bank und traf ins lange Eck zum 2:2. Die Black Hawks drängten aber weiter und erarbeiteten sich weitere Chancen, bei denen aber das letzte Quäntchen Glück oder die Konsequenz fehlte. Erst kurz vor Ende des Abschnitts brachte Michal Plichta die Hausherren dann doch noch in Führung als er im Getümmel am schnellsten reagierte und den Puck ins Tor stocherte.

Die knappe Führung reichte den Black Hawks aber nicht, und so suchten sie auch im Schlussdrittel ihr Heil im Angriff. Doch ein Stellungsfehler in der Passauer Verteidigung brachte ersteinmal den erneuten Ausgleich. Unbedrängt konnte sich in der 43. Minute Joachim Neupert das Eck aussuchen. Kurz darauf die zweite Überzahlmöglichkeit für Passau als erneut Zillinger auf der Strafbank Platz nehmen musste. Die Hawks setzten sich gut im Angriffsdrittel fest, doch mit viel Glück überstand Vilshofen die Unterzahl. Stets blieben die Wölfe nun mit schnell vorgetragenen Kontern gefährlich und das Spiel stand auf des Messers Schneide. Simbeck und Vavroch scheiterten aussichtsreich an Hawks-Goalie Zwatsky. Auf der anderen Seite war Krenn bereits geschlagen, doch Gomov ereichte den scharfen Querpass um Zentimeter nicht.

Nach 60 Minuten war Passau zwar die aktivere Mannschaft gewesen, standen aber wie Vilshofen mit 3 Treffern da. So fand das Derby im Penaltyschiessen seinen emotionalen Höhepunkt. Die ersten beiden Penalties von Vavroch und Gomov entschärften jeweils die Torhüter. Im zweiten Durchgang setzten sich die Schützen Kulzer und Plichta durch. Im dritten und letzten Duell vollendete erst Philipp Weinzierl und dann scheiterte Andi Popp an Goalie Krenn. Nach dem Spiel zeigte sich Passaus Trainer entsprechend enttäuscht: „Das Derby hat für die Zuschauer heute alles gehabt. Rückstand, Führungswechsel und dann Penaltyschiessen. Vilshofen ist eine starke Mannschaft und spielt zurecht oben mit. Wir hatten heute mehr Schüsse, aber am Ende entscheiden Kleinigkeiten. Wir brauchen momentan zu viele Chancen um die Tore zu machen. Der Mannschaft kann ich heute keinen Vorwurf machen. Wir müssen weiter hart arbeiten und darum kämpfen den dritten Rang doch noch zu erreichen. Ich rechne mir auch gegen Dingolfing und Pegnitz durchaus Chancen aus.“ (Foto: STOCK4press | www.stock4press.de)

Statistik
EHF Passau Black Hawks e.V. – ESC Vilshofen: 3:4 (0:1, 3:1, 0:1, 0:1)
Tore: 0:1 Markus Simbeck (Weinzierl) 16:29; 1:1 Sebastian Heßlinger (Riebl) 28:04; 2:1 Dominik Persch (Gomov, Toth) 30:22; 2:2 Manuel Bayer 31:33; 3:2 Michal Plichta (Pilz, Popp) 39:33; 3:3 Joachim Neupert (Simbeck) 43:02; 3:4 Weinzierl 60:00 (PS)

Strafen: EHF Passau Black Hawks 2; ESC Vilshofen 6
Zuschauer: 1.200 (ausverkauft)

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