Es war der absolute Wahnsinn was sich am Sonntag nach dem Schlusspfiff in der Passauer EisArena abspielte. 880 Zuschauer feierten den 6:3 Sieg der Passau Black Hawks ausgelassen und überschwänglich. Die Mannschaft wurde ausgiebig gefeiert und immer wieder wurden einzelne Spieler lautstark vor die Fankurve gerufen. Zuvor aber lieferten sich die Passau Black Hawks und der EHC Klostersee einen harten Kampf um die drei Punkte. Die Habichte wollten nach der Niederlage vom Freitag unbedingt wieder einen Sieg einfahren und standen dementsprechend unter Druck. Klostersee hat sein Spiel am Freitag souverän gewonnen und ging mit diesem positiven Schwung in das Spiel bei den Black Hawks. Im ersten Drittel taten sich die Dreiflüsse Städter schwer in ihr gewohntes Spiel zu finden. Klostersee war mit ihrem robusten Spiel auf den Körper daraus aus, dass Spiel zu „zerstören“ und den Spielfluss der Black Hawks so zu beeinflussen. Folglich gingen die Gäste fünf Minuten vor Ende des Drittels in Führung. Der Treffer der Gäste war dann auch das Signal für die Passau Black Hawks. Stefan Groß glich kurz vor der Drittelpause zum 1:1 aus. Im zweiten Drittel kamen die Passau Black Hawks dann besser ins Spiel. Innerhalb von zwei Minuten konnten die Black Hawks durch einen Doppelpack von Dominik Schindlbeck auf 3:1 erhöhen. Die Gäste steckten allerdings nicht auf und konnten mit dem Pausenschlag auf 3:2 verkürzen. So ging es mit viel Spannung und Emotionen in das Schlussdrittel. Dort verloren nicht die beiden Mannschaften, sondern das Schiedsrichtergespann komplett den Faden. Fast durchgängig mussten Spieler der beiden Mannschaften auf der Strafbank Platz nehmen. Und so war es wieder eine Unterzahlsituation welche die Passau Black Hawks auf die Siegerstraße führte. Petr Sulcik versenkte die kleine Hartgummischeibe im Alleingang im Tor des EHC. Eben jener Petr Sulcik vollendete nur 100 Sekunden später einen Doppelpass zur 5:2 Führung. Fünf Minuten vor Schluss keimte noch mal Hoffnung bei den Gästen auf, als Matthias Baumhackl in Überzahl auf 5:3 verkürzte. Doch mit viel Einsatz und Wille verteidigten die Passau Black Hawks die Führung. Das i-Tüpfelchen war dann noch der Treffer zum 6:3 durch Patrick Geiger in eigener Überzahl. Die Zuschauer erlebten einen spannenden und emotionalen Eishockey Abend in der Passauer EisArena – mit einem Spiel, in dem den Fans alles geboten wurde.

 

„Wir haben das ganze Wochenende nicht so gut gespielt wie wir es können und wie ich es mir vorgestellt habe. Insbesondere das erste Drittel war heute nicht gut. Dann haben wir die Tore zur richtigen Zeit erzielt. Das Schiedsrichtergespann machte beiden Teams das Leben heute sehr schwer. Die nächsten Spiele müssen wir uns wieder steigern und konsequent unseren Matchplan umsetzen.“ analysierte Trainer Christian Zessack das Wochenende seiner Mannschaft. EHC Trainer Dominik Quinlan war ebenfalls mit der Leistung der Schiedsrichter nicht zufrieden. „Heute hatte das Schiedsrichtergespann keinen guten Tag. Wir wollen uns da aber nicht rausreden. Im ersten Drittel haben wir gut gespielt, danach haben wir wieder einfache Fehler gemacht und die Tore bekommen. Gratulation an Passau zum verdienten Sieg.“

 

Den kommenden Freitag sollten sich alle Black Hawks Fans und Eissportbegeisterten Zuschauer ganz dick im Kalender anstreichen. Dann geht es um 20 Uhr in der Passauer EisArena gegen die Erding Gladiators. Ein Spiel in dem die Black Hawks alles geben werden um sich für die 6:1 Niederlage in Erding zu revanchieren. Tickets erhalten Sie bereits jetzt an allen bekannten Vorverkaufsstellen. -czo

 

Statistik:

 

Passau Black Hawks – EHC Klostersee

 

0:1 (13:26) Persson (Wieczorek), 1:1 (18:07) Gross (Schander/Pilz), 2:1 (27:37) Schindlbeck (Sulcik/Sagerer), 3:1 (29:51) Schindlbeck (Nemecek), 3:2 (38:45) Kritzenberger (Baumhackl), 4:2 (45:50) Sulcik (Sagerer/Schindlbeck) SH1, 5:2 (47:27) Sulcik (Schindlbeck/Janzen), 5:3 (55:30) Baumhackl (Quinlan) PP1, 6:3 (59:22) Geiger (Nemecek/Schander) PP1

 

Strafzeiten Passau: 24 plus 10 Minuten Sagerer

Strafzeiten Klostersee: 24 plus 10 Minuten Kaller

 

Schiedsrichter: Denis Miel

 

Zuschauer: 880

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