Am Freitag erlebten die 1.078 Zuschauer in der Passauer EisArena eine Achterbahnfahrt der Gefühle und Emotionen. Die Passau Black Hawks besiegten in einem dramatischen Spiel den TSV Peißenberg mit 5:4 nach Verlängerung. Damit stehen die Dreiflüsse Städter so gut wie in der Zwischenrunde.

Das Spiel begann flott, mit Vorteilen für die Gäste aus Oberbayern. Den ersten Treffer konnten aber die Black Hawks erzielen. Dominik Schindlbeck vollendete ein Zuspiel von Petr Sulcik zur 1:0 Führung. Diese Führung konnten die Passau Black Hawks mit in die erste Drittelpause nehmen. Im zweiten Drittel lief bei den Habichten gar nichts zusammen. Individuelle Fehler, wenig Einsatz, keine Härte und fehlendes Scheibenglück führten innerhalb von acht Minuten zur komfortablen 1:4 Führung für den TSV Peißenberg. Im Schlussdrittel zeigten die Black Hawks wieder Charakter und Moral und trafen nach gerade einmal 51 Sekunden zum 2:4. Dominik Schindlbeck verwandelte erneut eine Vorlage von Petr Sulcik. Der Treffer gab den Habichten Auftrieb und Selbstvertrauen. Die Peißenberger Mannschaft hatte kaum Zeit zum durchatmen. So konnte sieben Minuten vor Ende Philipp Müller auf 3:4 verkürzen. Danach rollte weiter Angriff um Angriff auf das Peißenberger Tor. So war es Dominik Schindlbeck mit seinem dritten Tor an diesem Abend der das Ergebnis auf der Anzeigetafel auf 4:4 stellte. Danach hatten die Black Hawks noch eine brenzlige Situation zu überstehen. Kurz vor Ende musste Roman Nemecek für zwei Minuten auf die Strafbank. Doch auch diese Situation meisterten die Black Hawks und erkämpften sich ein verdientes unentschieden nach sechzig Minuten. Die Entscheidung musste also in der Verlängerung oder im Penalty schießen fallen. Doch dazu sollte es erst gar nicht kommen. Denn es war erneut die Reihe um Dominik Schindlbeck, Petr Sulcik und Roman Nemecek welche am Ende, in der Verlängerung, den Unterschied ausmachte. Zehn Sekunden waren gerade gespielt, als Petr Sulcik die Scheibe Millimeter genau in das linke Kreuzeck zimmerte. Der 5:4 Siegtreffer  verwandelte die EisArena in ein Tollhaus. Die Fans feierten noch lange nach dem Abpfiff die Mannschaft. Als bester Spieler des Abends wurde Dominik Schindlbeck ausgezeichnet. Erneut haben die Passau Black Hawks eine Spitzenmannschaft geschlagen. Zwei Punkte geholt die das Tor zur Zwischenrunde weit aufstoßen. Bei noch zwei Spielen, beträgt der Vorsprung der Passau Black Hawks nun sechs Punkte auf Verfolger Buchloe. Dazu haben die Habichte das bessere Torverhältnis. (plus 16)

Beide Trainer waren in der Pressekonferenz mit ihren Mannschaften nur bedingt zufrieden. Passau Trainer Ivan Horak fasste das Spiel wie folgt zusammen. „Im ersten Drittel haben wir glücklich geführt. Das Ergebnis täuscht ein wenig über unsere Fehler hinweg. Das zweite Drittel war eine Katastrophe. Dafür gibt es keine anderen Worte. Im letzten Drittel haben wir Eishockey gespielt. Was dann möglich ist, haben wir heute gesehen. Wir müssen so über sechzig Minuten spielen. Dass muss meine Mannschaft verinnerlichen. Die Punkte waren enorm wichtig. Jetzt haben wir sechs Punkte Vorsprung. Heißt aber auch, wir brauchen noch Punkte um die Zwischenrunde zu erreichen. Die wollen wir morgen in Pfaffenhofen holen. Das Spiel dürfen und werden wir nicht auf die leichte Schulter nehmen.“ Gäste Trainer Sepp Staltmayr war nach der verschenkten Führung dementsprechend angefressen. „Wir haben zwei Drittel gut gespielt. Im letzten Drittel waren wir nach dem Vorsprung richtig schlafmützig. Das geht so natürlich nicht. Passau hat das gnadenlos ausgenützt.“

Weiter geht es für die Passau Black Hawks am morgigen Sonntag in Pfaffenhofen. Dort wollen die Black Hawks mit einem Sieg die Zwischenrunde buchen und keine Zweifel daran lassen, dass man sich nicht auf Hilfe anderer Teams verlassen will. Der letzte Spieltag der Vorrunde findet dann am 14. Januar in der Passauer EisArena statt. Die Passau Black Hawks laden dann zum Familientag. Das Spiel beginnt bereits um 17.30 Uhr, also eine Stunde früher als üblich. Neben dem Eishockeyspiel gegen Geretsried erwartet die Besucher ein tolles Rahmenprogramm. -czo

Statistik:

Passau Black Hawks – TSV Peißenberg 

1:0 (05:46) Schindlbeck (Sulcik/Pilz), 1:1 (21:17) Eichberger (Malzatzki/Höfler), 1:2 (21:56) Eichberger (Höfler/Vogl), 1:3 (24:00) Barth (Lenz/Ebentheuer) PP1, 1:4 (28:03) Höfler (Eichberger/Vogl), 2:4 (40:51) Schindlbeck (Sulcik/Schießl) PP1, 3:4 (51:18) Müller (Platonow/Kößl), 4:4 (56:17) Schindlbeck (Sulcik), 5:4 (60:10) Sulcik (Schindlbeck/ Nemecek)

Strafminuten Passau: 12
Strafminuten Peißenberg: 12 

HSR: Florian Gschwendtner
LSR: Florian Weinzierl, Sebastian Rosza 

Zuschauer: 1.078

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